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Warum Parkraumbewirtschaftung?

Wenn die Parkplätze nicht für alle reichen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

  • mehr Parkplätze bauen: das ist in Gründerzeitquartieren kaum möglich, weil schlichtweg der Platz dafür fehlt. Außerdem widerspricht es unseren verkehrspolitischen Zielen. Wir wollen vor allem in der Innenstadt den Umweltverbund fördern, also den Fußgängerverkehr, das Radfahren und die Nutzung von Bussen und Bahnen.
  • die Nachfrage verringern: Untersuchungen aus vielen Städten zeigen, dass mit der Parkraumbewirtschaftung die Parkplatznot abnimmt, weil durchschnittlich kürzer geparkt wird und viele Autofahrer - vor allem Dauerparker (Berufspendler, Touristen) auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

In deutschen Großstädten ist Parkraumbewirtschaftung die Regel

In Prenzlauer Berg ist beispielsweise nahezu jedes fünfte parkende Auto aus dem Straßenraum verschwunden, nachdem neue Parkzonen eingerichtet wurden. Ähnliche Erfahrungen liegen aus der Oranienburger Vorstadt und der Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte vor. Wegen der guten Erfahrungen bewirtschaften praktisch alle deutschen Großstädte die Parkmöglichkeiten in ihren Innenstädten - die meisten übrigens schon seit den achtziger und neunziger Jahren.

Die Betroffenen sind zufrieden
Umfragen zur Meinung über Parkzonen ergeben, dass fast 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer Parkzone mit ihrer Parkzone „einverstanden“ oder „generell einverstanden (aber mit Änderungswünschen)“ waren. Nur zwölf Prozent lehnten sie ab.

Und wer glaubt, dass Parkgebühren den Umsatz in Fachgeschäften, Supermärkten oder Gaststätten schmälern, sollte Gewerbetreibende fragen. Drei Viertel von ihnen waren (generell) einverstanden - die Parkchancen haben sich für viele Kunden verbessert.